lipödem (Lipohyperplasia dolorosa)

URSACHEN, BEHANDLUNG UND THERAPIE

Lipödem an Armen und Beinen

Lipödem – die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

  • Bei dem Lipödem (Lipohyperplasia dolorosa) handelt es sich um eine meist angeborene, symmetrische Fettverteilungsstörung an den Extremitäten (insbesondere an Armen und Beinen)
  • Hauptsymptom eines Lipödems ist ein schmerzliches Druck- oder Spannungsgefühl und eine verstärkte Berührungsempfindlichkeit der Haut
  • Frauen sind überwiegend von dieser Erkrankung betroffen (oft nach hormonellen Umstellungen in der Pubertät oder in einer Schwangerschaft)
  • Lipödem kann nicht mit ausgewogener Ernährung oder Sport entgegengewirkt werden
  • Eine Linderung der Symptome kann je nach Stadium entweder durch eine konservative oder operative Therapie erfolgen

 

Für Lipödem-Operationen per Kassenleistung vereinbaren Sie einen Termin unter 02216805701 oder unter rueckruf@hautarzt-dellbrueck.de

Ihre Vorteile bei einer Lipödem-Behandlung im MVZ Praxis Dr. Cornely Köln

1. Was ist ein Lipödem?

Das Lipödem ist eine sogenannte Fettverteilungsstörung. Dabei kommt es bei Frauen zu einer symmetrischen Fettverteilung an beiden Beinen und meist zusätzlich auch an den Armen.

 

Die Betroffenen dieser Erkrankung neigen dazu, vermehrt Wasser im Gewebe einzulagern, wodurch es zu einer Bildung von Ödemen führt.

 

Ein Lipödem besteht erst, wenn neben der Fettgewebsvermehrung noch spürbare schmerzhafte Beschwerden vorliegen - wie ein unangenehmes Druck- oder Spannungsgefühl sowie eine verstärkte Berührungsempfindlichkeit der Haut.

 

Es kommt zu einem Missverhältnis zwischen den Körper-Proportionen: der Oberkörper bleibt bei einer sehr voluminösen unteren Körperhälfte oft schlank. Dabei bleiben Hände, Füße und der Oberkörper von dem Lipödem unbeeinträchtigt.

 


2. Was sind die Ursachen eines Lipödems?

Bisher ist noch ungeklärt, was genau ein Lipödem auslöst. Da nur Frauen vom Lipödem betroffen sind, wird angenommen, dass es sich um eine hormonell beeinflusste Krankheit handelt. Die Erkrankung tritt bei vielen Frauen mit Beginn der Pubertät, in der Schwangerschaft oder erst in den Wechseljahren auf.

 

Eine Hormonumstellung im Körper ist meist Auslöser für ein Lipödem. Der Grund kann dafür eine genetische Vorbelastung sein. Bei über der Hälfte der Frauen kommt das Lipödem in der Familie vor.

 

Ernährung und Körpergewicht können dieses Krankheitsbild verschlechtern, haben jedoch keinen großen Einfluss auf die Entstehung der Erkrankung.

 

3. Symptome und Beschwerden bei einem Lipödem

Die Symptome des Lipödems betreffen ausschließlich die Beine und Arme der Patientinnen. Füße und Hände sind in der Regel nicht betroffen.

 

Bei etwa 80 bis 90 Prozent der Patientinnen sind Arme und Beine gleichermaßen betroffen. Es führt zur Entstehung von schmerzhaften Hautlappen. Darüber hinaus kommen Druckschmerzhaftigkeit und Neigung zu Blutergüssen bei leichtem Druck hinzu.

 

Die Fettreduzierung durch eine angepasste Ernährung oder Sport ist nicht möglich.

 

4. Welche Stadien gibt es beim Lipödem (Lipohyperplasia dolorosa)?

Das Lipödem wird in verschiedene Stadien eingeteilt:

Stadium 1
glatte Hautoberfläche, leicht verdicktes und weiches Unterhautgewebe ohne Knoten

Stadium 2
unebene Hautoberfläche, verdickte und wellenartige Unterhaut mit kleinen Knoten

Stadium 3
unebene Hautoberfläche, verdickte und verhärtete Unterhaut, große Fettwülste unter der Haut, Hautumfang vermehrt, das Gewebe hängt über (z. B. am Knie, Knöchel und an Ellenbogen und Handgelenken)


Die 3 Stadien des Lipödems an den Beinen
Die 3 Stadien des Lipödems an den Armen

5. Diagnose, Behandlung und Therapie

Lipödeme werden oft falsch diagnostiziert und aufgrund von mangelnden medizinischen Fachkenntnissen mit Adipositas (Fettleibigkeit) verwechselt.

 

Die Betroffenen müssen jedoch nicht immer übergewichtig sein. Auch normalgewichtige Frauen können unter einem Lipödem leiden.

 

Daher ist es unerlässlich, dass Betroffene des Lipödems einen Facharzt aufsuchen und von diesem eine fachkundige Untersuchung sowie Aufklärung der Therapiemöglichkeiten erhalten. Nach der Diagnose durch einen Experten, können die Symptome und Beschwerden je nach Stadium durch eine lebenslange konservative Therapie oder einer Operation behandelt werden.

 

6. Vorbeugende Maßnahmen

Es gibt keine effektiven vorbeugenden Maßnahmen zum Schutz gegen diese Erkrankung, da die Ursachen eines Lipödems nicht abschließend geklärt sind.

 

Eine ausgewogene Ernährung oder ausreichend Sport können die Symptome nicht lindern. Auch Lymphdrainagen haben nur eine begrenzte Wirkung. Eine langfristige Lösung ermöglicht bislang nur eine Operation.

 

Hierzu sollte unbedingt ein Facharzt für die Beratung aufgesucht werden, der die richtige Diagnose stellt, um die Behandlungsschritte individuell mit Ihnen planen und durchführen kann.

 


Eine möglichst frühe Therapie/Operation kann gefährliche Folgeerkrankungen verhindern und sollte ausschließlich von einem lymphologisch fortgebildeten und erfahrenen Facharzt durchgeführt werden.

 

Die Kosten für einen operativen Eingriff für Lipödem im Stadium 3 werden nach dem G-BA Beschluss ab Januar 2020 von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Erfahren Sie hier mehr.

 

Nichtsdestotrotz ist es wichtig, diese Erkrankung möglichst früh (schon ab Stadium 1) richtig diagnostizieren und behandeln zu lassen, um mögliche Folgeerkrankungen zu verhindern.

Trotz erfolgreich verlaufender Operation müssen sich Betroffene auf eine lebenslange Therapie ihrer Krankheit einstellen.

 

Wir helfen Ihnen auf Ihrem Weg zu einem beschwerdefreien Leben!

 

Haben Sie den Verdacht an einem Lipödem erkrankt zu sein?

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Gemeinsam planen wir mit Ihnen die nächsten Schritte, damit Sie wieder das Leben aktiv genießen können.

 


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